Aluminium (Al)

Obwohl wir es kaum bemerken, ist Aluminium in vielen Alltagsprodukten enthalten. Es ist auf der Erde das dritthäufigste Element (8,2%) nach Sauerstoff (46%) und Silizium (28%). In der Natur liegt es in Verbindung mit Sauerstoff (Aluminiumoxid Al2O3) sowie in anderen Mineralien gebunden. Ton-Heilerde, die man als Gesichtspackung oder zum Herstellen von Tongefässen verwendet, besteht beispielsweise zum grossen Teil aus Aluminium-Silikaten.

Alu-Folie

Ist ja klar: Die Alu-Folie besteht aus Aluminium. Bild: Picsfive/Shutterstock.com

Aluminium ist uns vor allem als Metall bekannt, doch wir begegnen ihm auch im Badezimmer: Sehr viele handelsübliche Deodorants enthalten nämlich Aluminiumverbindungen, häufig Aluminiumchlorhydrat Al(OH)2Cl. Diese Aluminiumverbindungen reagieren auf verschiedene Weise mit der Haut und dem Schweiss, so dass sich die Schweissporen zusammenziehen und verstopfen und weniger Schweiss austritt. Hinzu kommen antibakterielle Effekte sowie eine verringerte Geruchsbildung. Aluminium wirkt aber nicht nur auf Bakterien, sondern auch im menschlichen Körper toxisch. Ob beim Gebrauch von Deodorants schädliche Konzentrationen von Aluminium durch die Haut aufgenommen werden, wird seit längerem diskutiert, die wissenschaftlichen Ergebnisse dazu sind jedoch zurzeit noch widersprüchlich.

Aluminiumbarren aus dem Werk von Lonza im Wallis

Aluminiumbarren aus dem Werk von Lonza im Wallis. Bild: Adrian Michael/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Viel elektrischer Strom für ein aufwendiges Verfahren

Metallisches Aluminium wird für die Herstellung von Getränke- und Lebensmitteldosen verwendet. Da die Herstellung von metallischem Aluminium sehr energieintensiv ist, ist das Recycling von Aluminium wirtschaftlich und ökologisch rentabler. In Japan wird ausschliesslich Aluminium verwendet, das aus geschmolzenen Aluminiumabfällen gewonnen wurde.

Aluminium wird aus dem Erz Bauxit gewonnen, das Aluminiumoxid und Aluminiumhydroxid enthält. Das Verfahren, mit dem man aus dem gereinigten Aluminiumoxid metallisches Aluminium gewinnt, nennt sich Elektrolyse. Bei einer Elektrolyse erzwingt man durch das Anlegen einer elektrischen Spannung eine chemische Reaktion. Die Elektrolyse des Aluminiumoxids kann dabei nicht wie andere Elektrolysen in wässriger Lösung durchgeführt werden, da sich das Wasser noch vor dem Aluminiumsalz zersetzen würde. Stattdessen schmilzt man es zusammen mit dem Mineral Kryolith (Na3AlF6), der einzigen Substanz, die Aluminiumoxid lösen kann. Die anschliessende Elektrolyse erfolgt bei etwa 960°C.

Leicht und belastbar

Das Metall Aluminium ist, wie Silber, ein leichtes und glänzendes Metall, dessen Oberfläche mit Luftsauerstoff reagiert – man nennt diesen Vorgang auch Oxidation. Die Oberfläche von metallischem Aluminium ist stets mit einer sehr feinen durchsichtigen Schicht von Aluminiumoxid bedeckt. Diese Schicht verhindert, dass das Aluminium weiter oxidiert und total zerstört wird.

Die geringe Dichte des Aluminiums ebnet den Weg für seine Verwendung überall da, wo man ein leichtes, aber stabiles Metall braucht. Aluminium wird deshalb zum Beispiel im Flugzeugbau und für Fahrradrahmen eingesetzt.

Quelle: Maurice Cosandey / Redaktion SimplyScience.ch

Durchschnittliche Bewertung:
  •  
(0 Bewertungen)

Was sagst Du dazu?

Dieser Artikel hat noch keine Kommentare erhalten.