Aus zwei mach eins: Hybridantriebe

Baut man sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor in ein Fahrzeug ein, spricht man von einem Hybridmotor. Ergänzen sich die beiden Motortypen ideal, kann viel Treibstoff gespart werden.

Der Hybridmotor kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor

Der Hybridmotor kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Bild: efabrik/Shutterstock.com

In einem Hybridfahrzeug sind Verbrennungsmotor und Elektromotor kombiniert und sie ergänzen sich. Der Elektromotor kommt in Situationen zum Tragen, in denen der Verbrennungsmotor schwach bzw. ineffizient ist. Dazu gehören das Anfahren sowie der so genannte Teillastbereich, bei dem nicht die volle Leistung des Verbrennungsmotors benötigt wird. Dies ist beispielsweise sehr oft im Stadtverkehr der Fall. Der Verbrennungsmotor läuft also nur dann, wenn seine Leistungsfähigkeit voll zum Tragen kommt. Dies ist vor allem bei starker Beschleunigung oder auf Überlandstrecken der Fall, wenn mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden kann.

Mit Stecker oder ohne

Wie genau der Hybridmotor ausgelegt wird, ist sehr unterschiedlich und es sind verschiedene Lösungen bereits auf dem Markt. So wird ein reiner Hybridmotor eigentlich nur mit Benzin betankt (Erdgas als Alternative ist auch möglich). So genannte Plug-in-Hybride (aus dem Englischen für Einstecken) kann man an die Steckdose hängen und so die Akkus aufladen. Im Weiteren können Elektromotor und Verbrennungsmotor parallel laufen oder in Serie geschaltet sein. Im ersten Fall können beide Typen direkt das Fahrzeug antreiben. Im zweiten Fall jedoch liefert der Verbrennungsmotor nur den Strom für den Elektromotor (im Sinne eines Generators). Er treibt das Fahrzeug nicht direkt an; das übernimmt ganz der Elektromotor.

Enorme Einsparung von Treibstoff möglich

Welcher Motor wie stark zum Zug kommt, ist unterschiedlich. In einigen Hybridlösungen läuft der Verbrennungsmotor immer, in anderen kann auch rein elektrisch gefahren werden. Konkret während der Fahrt entscheidet dann das Auto, d.h. dessen Bordcomputer, darüber, welcher Motor wie viel Leistung liefert. Im Leerlauf, z.B. vor einer roten Ampel, schaltet der Hybrid den Verbrennungsmotor immer ab. Mit Hybridlösungen kann der Treibstoffverbrauch im Vergleich zu reinen Verbrennungsmotoren um bis zu 40% reduziert werden.

Übrigens lässt sich auch bei reinen Benzin- oder Dieselautos durch eine ökonomische Fahrweise der Verbrauch um 20 bis 30% senken, und man muss nicht mal langsamer unterwegs sein. Gleichmässiges und vorausschauendes Fahren verhindert unnötiges Beschleunigen, Schalten und Bremsen, was zusätzlichen Treibstoff verbrauchen würde.

Weitere Informationen: Broschüre «Garage und Umwelt: Wir machen mit»

Quelle: SATW/Technoscope

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