Wie wird aus Regenwasser sauberes Grundwasser?

Das Regenwasser versickert in der Erde und wird bei seiner Reise durch die verschiedene Gesteins- und Sandschichten gefiltert. Es entsteht sauberes Grundwasser, das als Trinkwasser gebraucht werden kann.

Sauberes Grundwasser sprudelt an der Erdoberfläche aus Quellen und löscht wunderbar den Durst

Sauberes Grundwasser sprudelt an der Erdoberfläche aus Quellen und löscht wunderbar den Durst. Bild: holbox/Shutterstock.com

Lust auf ein Glas Wasser? Wir drehen einfach den Wasserhahn auf, und schon fliesst das kühle Nass in unsere Wohnung. Doch woher kommt es eigentlich?

Der Wasserkreislauf

Bild: Zhabska Tetyana/Shutterstock.com

Der Wasserkreislauf

Das Wasser auf der Erde befindet sich in einem ständigen Kreislauf – dem Wasserkreislauf.

Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet Wasser aus den Meeren und Seen auf der Erde. Der Wasserdampf steigt nach oben in die Atmosphäre. Dort ist es kühler, darum kondensiert der Wasserdampf wieder: Das heisst, er bildet Wassertröpfchen, und diese formen Wolken. Wenn die Wolken voll mit Wassertropfen sind, beginnt es zu regnen. Fallen nun die Regentropfen in das Meer, einen See oder einen Fluss, fängt der Wasserkreislauf wieder von vorne an. Die Wassertropfen, die nicht in ein Gewässer fallen, treffen auf den Erdboden. Sie sickern durch verschiedene Bodenschichten ins Erdinnere und werden zu Grundwasser.

Gesteins- und Sandschichten machen das Wasser sauber

Grundwasser nennt man Wasser, das in den Hohlräumen unter der Erdoberfläche fliesst und durch versickertes Regenwasser und Wasser aus Flüssen und Seen entsteht. Beim Versickern fliesst das Wasser durch verschiedene Erdschichten aus Sand, Kies oder anderem Gestein. Es ist für das Wasser gar nicht so einfach, durch diese Schichten hindurchzukommen. Je nach Material hat es grössere oder kleinere Löcher (sogenannte Poren) in der Erdschicht, durch die das Wasser hindurchsickern kann. Stell dir zum Beispiel eine Schicht aus grossen Kieselsteinen vor, und eine Schicht aus feinem Sand. Zwischen den Kieselsteinen hat es mehr Platz für das Wasser als zwischen den Sandkörnern.

Das Wasser muss sich also einen Weg durch die Erdschichten suchen und wird dabei gefiltert. Wie bei einem Sieb oder einem Kaffeefilter bleiben Teilchen wie Staub oder Russ in den Schichten zurück. So wird das Wasser im Laufe seiner Reise durch den Erdboden immer sauberer. Auch lösen sich aus den Gesteinsschichten wertvolle Mineralien (wie Kalzium und Magnesium) im Wasser. Und je länger das Wasser im Erdinnern bleibt, desto mehr gefährliche Bakterien und Viren sterben ab.

Grundwasser wird zu Trinkwasser

Irgendwann trifft das Wasser auf eine wasserundurchlässige Schicht und sammelt sich dort als Grundwasser an. Es ist nun dank seiner Reise durch die Erde gesäubert und kann als Trinkwasser verwendet werden. In der Schweiz stammen 80% des Trinkwassers aus dem Grundwasser! An die Erdoberfläche gelangt es entweder durch Hochpumpen, oder es sprudelt direkt aus einer Quelle heraus. Das Grundwasser wird je nach Reinheit noch in einer Aufbereitungs-Anlage weiter gesäubert und von Keimen befreit, bevor es dann schlussendlich aus unserem Wasserhahn fliesst.

Einen Grundwasserfilter kannst du dir auch selbst basteln. Hier findest du die Anleitung dazu.

Übrigens: Am Beispiel der Stadt Basel erfährst du hier noch weitere Details zu unserer Trinkwasserversorgung.

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