Seilbahnen – Schweizer Ingenieurkunst vom Feinsten – haben es Felix schon immer angetan. Da ist einmal die beeindruckende Mechanik und dazu die grandiose Berglandschaft: "Vor oder nach Betriebsschluss sind wir oft allein auf dem Berg und erleben Stimmungen und Sonnenuntergänge, die sonst kaum jemand sieht", schwärmt Felix. Als Seilbahnmechatroniker sorgt er dafür, dass Seilbahnen funktionieren – so zuverlässig, dass die Gäste gar nicht mitbekommen, welch technischer Riesenaufwand dahintersteckt, um so grosse Höhenunterschiede scheinbar mühelos zu überwinden. Das bedeutet einerseits Werkstattarbeit – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit – andererseits Streckenkontrollen und Revisionsarbeiten im Gelände. Und dabei geht es wortwörtlich hoch hinaus: "Im Winter müssen wir einmal im Monat auf jede Stütze steigen, zum Beispiel, um zu kontrollieren, wie das Seil auf den Rollen läuft", erklärt Felix und meint weiter: "Das ist nicht immer gemütlich." Ein Seilbahnmechatroniker muss also absolut schwindelfrei und trittsicher sein und den Kopf immer bei der Sache haben.
Zur Arbeit gehört aber auch der Kontakt mit den Kunden, ein Aspekt, den Felix besonders schätzt. Und schliesslich gefällt ihm, dass moderne Seilbahnen und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Dank effizienterer Antriebssysteme wird Strom heute deutlich sparsamer eingesetzt als früher. Bei in die Jahre gekommenen Anlagen wird immer öfter ein "Retrofit" gemacht – das heisst: So viele Teile wie möglich werden saniert, nur die Seilbahntechnik wird ersetzt. Für Felix steht fest: Sein Beruf hat Zukunft. Auch wenn der Winterbetrieb in tiefer gelegenen Skigebieten durch den Klimawandel gefährdet sein könnte, bleibt der Sommerbetrieb bestehen. Und weltweit setzen immer mehr Städte Seilbahnen als klimafreundliche – und garantiert staufreie – ÖV-Lösung ein. "Wer nach Lehrabschluss die Welt entdecken möchte, für den gibt es also sicher Möglichkeiten", ist Felix überzeugt.