Mehr Menschen essen auch mehr

Eine ausreichende Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln ist eines der Grundbedürfnisse der Menschheit. Trotzdem haben viele Menschen nicht genug zu essen.

Hände mit Reis

Bild: CanStockPhoto

Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, der FAO, sind aktuell etwa 777 Millionen Menschen (einer von fünf) unterernährt. Im Jahr 1996 hatte sich der Welternährungsgipfel zum Ziel gesetzt, diese Zahl innerhalb von zwanzig Jahren zu halbieren. Seither ist die Weltbevölkerung aber mit grosser Geschwindigkeit weiter gewachsen. Und damit die Nahrungsmittelproduktion mit der steigenden Nachfrage Schritt halten kann, sind grosse Anstrengungen von Nöten.

Von 1965 bis 1995 erhöhte sich die Weltbevölkerung von 3,4 auf 5,7 Milliarden Menschen. In den nächsten dreissig bis vierzig Jahren wird sie sich nochmals verdoppeln und sich schliesslich bei etwa 12 Milliarden Menschen einpendeln. Für das Jahr 2050 rechnet man auf der Welt mit rund 9 Milliarden Menschen. Demgegenüber ist die verfügbare Nutzfläche an Äckern, Plantagen oder Weideland in den letzten vierzig Jahren kaum gewachsen. Die Devise heisst deshalb: mit gleich bleibenden Ressourcen (Boden und Wasser) effizient mehr zu produzieren.

Begrenzte Ressourcen

Die Landwirtschaft sieht sich daher der grossen Herausforderung gegenüber, die Produktion von Nahrungsmitteln in den nächsten 20 Jahren verdoppeln zu müssen. Das gesteigerte Einkommen führt in vielen Ländern (wie zum Beispiel in China) zu einer erhöhten Nachfrage an Fleisch- und Milchprodukten, deren Produktion eine erhebliche Vergrösserung der Anbaufläche für Futtermittel nötig macht.

Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche kann aber nicht unbegrenzt ausgedehnt werden. Deshalb kann die Produktion von Rohstoffen und pflanzlichen Fasern nur erhöht werden, wenn auf der vorhandenen Ackerfläche mehr geerntet wird. Diese Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion muss dabei nachhaltig erfolgen, damit die natürlichen Ressourcen und die Umwelt nicht noch mehr geschädigt werden. Die nachhaltige Intensivierung ist deshalb eine der grossen Herausforderungen, welchen sich die heutige Landwirtschaft stellen muss.

Quelle: Syngenta
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