Wie funktioniert ein Kaleidoskop?

Im Kaleidoskop steckt innen eine drei- oder viereckige Röhre aus Spiegeln. In dieser werden die farbigen Teilchen am Röhrenende reflektiert und bilden ein symmetrisches Muster, das sich verändert, sobald sich die Teilchen bewegen.

Kaleidoskop

Das Kaleidoskop: Nicht nur für Kinder ein faszinierendes Spielzeug! Bild: Kbiros/Shutterstock.com

Vielleicht hast du dich als kleines Kind auch gefragt: Was steckt eigentlich in dieser Kartonröhre, die beim Hindurchschauen und Drehen so tolle Bilder zeigt? An einem Ende hat sie ein Guckloch, am anderen eine matte Glasplatte, hinter der sich viele kleine farbige Teilchen befinden, die man herumschütteln kann. Das allein erklärt aber noch nicht die wunderschöne Symmetrie der ständig wechselnden Bilder!

Das symmetrische Bild in einem Kaleidoskop kommt dank präzise ausgerichteten Spiegeln zustande

Das symmetrische Bild in einem Kaleidoskop kommt dank präzise ausgerichteten Spiegeln zustande. Bild: Dace P./Shutterstock.com

Um das Geheimnis des Kaleidoskops zu lüften, muss man es aufschneiden (was du wahrscheinlich nie durftest!) oder selber eines basteln. Das ist gar nicht so schwer – schau dir einmal unsere Anleitung „Selbstgebautes Kaleidoskop“ an!

Im Rohr befinden sich drei oder vier Spiegelstreifen, die sich an ihren Längskanten berühren. Die farbigen Teilchen, die am Ende des Rohrs zwischen zwei Glasplatten eingeklemmt sind, spiegeln sich so mehrfach. Vom anderen Ende des Rohrs aus sehen wir deshalb ein symmetrisches farbiges Muster, das sich beim Drehen ändert. Die beiden Glasplatten, zwischen denen sich die Teilchen befinden, müssen unterschiedlich sein: Die innere ist durchsichtig, damit man die Teilchen durch die Röhre gut sieht; die äussere hingegen ist milchig-matt, damit zwar genügend Licht in das Kaleidoskop hineinkommt, du aber auch nicht einfach hindurchsehen kannst.

Kaleidoskope kannten schon die alten Griechen

Das merkt man heute noch daran, dass wir für dieses Ding ein griechisches Wort benützen – „Kaleidoskop“ bedeutet nämlich im Griechischen etwa soviel wie „Schönbildseher“.

Das Kaleidoskop geriet aber bis 1816 wieder in Vergessenheit. Zu diesem Zeitpunkt wurde es vom schottischen Physiker David Brewser neu entdeckt. Diese Entdeckung war reiner Zufall; Brewser untersuchte gerade Kristalle in einer Metallröhre, die innen verspiegelt war, und war von den schönen Bildern beeindruckt. Brewster meldete darauf hin das Kaleidoskop zum Patent an. So wurde das Kaleidoskop bald zum beliebten Kinderspielzeug auf der ganzen Welt.

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