Der genetische Fingerabdruck

Der genetische Fingerabdruck ist etwas anderes als der normale Fingerabdruck. Bild: CanStockPhoto

Ein Verbrechen ist passiert. Der Tresor wurde leer geräumt. Der Verbrecher hat wohl Handschuhe getragen, denn Fingerabdrücke finden wir keine. Aber ein Haar! Damit können wir den «genetischen Fingerabdruck» des Täters erstellen.

An der Haarwurzel haften ein paar Zellen der Kopfhaut des Täters. Da steckt seine DNS drin. Zuerst isolieren wir die DNS aus den Zellen. Uns interessieren bestimmte Abschnitte der DNS, welche bei jedem Menschen anders sind. Mit Hilfe der Kopier-Methode (Polymerase-Kettenreaktion, PCR) finden wir diese Abschnitte und können viele Kopien davon herstellen. Dann sortieren wir die DNS-Stücke mit Gel-Elektrophorese. Somit ist der «genetische Fingerabdruck» des Täters erstellt.

Verdächtige Personen wurden festgenommen und von ihnen wurde ebenfalls ein «genetischer Fingerabdruck» erstellt. Wir können nun die Profile der Verdächtigen mit dem des am Tatort gefundenen Haares vergleichen.

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Dieser Beitrag integriert Inhalte von der ehemaligen Website gene-abc.ch, die im Jahr 2016 von SimplyScience übernommen wurde. Das Gene ABC war eine Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und umfasste auch eine Reihe von YouTube-Videos.