Wertvolle Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchtler oder Leguminosen wie Linsen oder Sojabohnen sind Kulturpflanzen, die wichtig für unsere Ernährung sind, aber auch als Tierfutter und zur Düngung des Bodens verwendet werden.

Hülsenfrüchte haben verschiedene Farben

Hülsenfrüchte sind nicht nur hübsch anzusehen, sie sind auch eine gute Proteinequelle. Bild: andriigorulko/CanStockPhoto

Die Pflanzenfamilie der Leguminosen

Samen und Hülse der Sojabohne

Sojabohnen werden für ihre Samen angebaut, die in einer bohnenförmigen Schale (Hülse) eingeschlossen sind. Bild: vtorous/CanStockPhoto

Die Pflanzenfamilie der Leguminosen oder Hülsenfrüchtler umfasst unter anderem grüne Bohnen, Linsen und Kichererbsen. Wenn du schon einmal eine grüne Bohne oder eine Zuckererbse geöffnet hast, ist dir wahrscheinlich aufgefallen, dass sich in der grünen Schale, die als Hülse bezeichnet wird, kleine (noch nicht reife) Kerne befinden. Bei diesen Pflanzen isst man die grüne Hülse, d.h. die Frucht der Pflanze, als Ganzes. Bei anderen Pflanzen wie z. B. den Kichererbsen aber werden die Früchte später geerntet, wenn die Hülsen trocken und die Samen reif sind. Hier werden nur die Samen verzehrt, die umgangssprachlich "Hülsenfrüchte" genannt werden.

Zu den Hülsenfrüchten zählen Linsen, Bohnenkerne und Trockenerbsen wie Kichererbsen oder gelbe Erbsen (nicht zu verwechseln mit den grünen, unreifen Erbsen). Die am häufigsten angebauten Arten sind Sojabohnen, Erdnüsse, Trockenbohnen und Erbsen. Indien ist der weltweit grösste Produzent von Hülsenfrüchten, aber auch der weltweit grösste Abnehmer dieser Produkte.

Eine gute Proteinquelle

Hülsenfrüchte sind als Nahrungsmittel und als Tierfutter wichtig, weil sie viel Protein enthalten.

In deinem Körper werden Proteine benötigt, um neue Zellen zu bilden oder beschädigte Zellen zu ersetzen. Proteine sind auch für die Funktion dieser Zellen unerlässlich, weil sie zum Beispiel Informationen zwischen den Zellen vermitteln oder bei der Verdauung oder der Abwehr von Viren helfen.

Mehr über die Rolle von Proteinen in deinem Körper erfährst du im wissenschaftlichen Märchen "Die Abenteuer von Globin und Poietin".

Anbau von Leguminosen zur Düngung des Bodens

blühende Luzerne

Landwirte verwenden Luzerne oft zur "Gründüngung". Bild: Philmarin/Wikimedia commons, licence CC BY-SA 3.0

Leguminosen nehmen in der Landwirtschaft einen besonderen Platz ein, da sie nicht mit Stickstoff versorgt werden müssen. Alle Pflanzen brauchen Stickstoff zum Wachsen, sei es in kleinen Mengen im Boden oder im Dünger, den die Landwirte dem Land zuführen. Hülsenfrüchtler benötigen weniger Dünger, Dank bestimmter Bakterien, die auf ihren Wurzeln leben. Diese Bakterien können Stickstoff aus der Luft einfangen, wozu Pflanzen normalerweise nicht in der Lage sind. Die Bakterien geben einen Teil des eingefangenen Stickstoffs an die Pflanze im Austausch gegen die von ihr produzierten Zucker ab. Da beide Partner – Pflanzen und Bakterien – bei diesem "Leistungsaustausch" Gewinner sind, sagt man, dass sie in Symbiose leben.

Leguminosen wie Klee oder Luzerne können zur "Gründüngung" dienen. Der Landwirt baut diese Pflanzen auf einem Feld an und pflügt sie unter, ohne die Pflanzen zu ernten. Wenn sich die Leguminosen dann zersetzen, wird der von ihnen aus der Luft aufgenommene Stickstoff dem Boden zugeführt und dient als Dünger für andere Pflanzenarten, die in der folgenden Saison angepflanzt werden.

Warum war 2016 das Jahr der Hülsenfrüchte?

Das Jahr 2016 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. Dezember 2013 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Hülsenfrüchte stellen eine vollwertige Nahrungsquelle dar, die für alle zugänglich ist und geringere Auswirkungen auf die Umwelt hat als die Fleischproduktion. Die Erklärung des Jahres 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte sollte die Bedeutung der Hülsenfrüchte unterstreichen.

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