Technik & Materialien

Tatort Schule – Teil 2

Eine Schule von Buckelwalen

Am Montagmorgen, als die Glocke läutet, will niemand von der Klasse 2B ins Schulzimmer. Die Schülerinnen und Schüler haben einen Kreis um David gebildet, der aufgeregt erzählt, und löchern ihn mit Fragen. Am Wochenende wurde im Chemielabor eingebrochen! David hörte es, als die Rektorin mit dem Sportlehrer darüber sprach, und er konnte sogar schnell einen Blick ins Labor werfen, bevor die Chemielehrerin ihn wegscheuchte.

Um ein Haar entkommen

Der typische Buckelwalgesang wird nur von männlichen Tieren während der Paarungszeit produziert. Weibchen und junge Wale, die Kälber, verständigen sich mit anderen Tönen. Wenn die männlichen Wale „singen“, tauchen sie in eine Tiefe von etwa 15 Metern und richten das Maul nach unten, so dass sich der Ton optimal auf beiden Seiten verteilt. Die Luft strömt dabei von den Lungen in den Kehlkopf, was die Stimmbänder vibrieren lässt – ähnlich wie beim Menschen. Im Gegensatz zu uns atmen Buckelwale die Luft jedoch nicht aus, sondern füllen sie in eine Tasche im Kehlkopf. Dieselbe Luft können sie dann wiederverwenden, um einen neuen Ton zu produzieren.

Eine strukturierte Melodie

Meeresforscher haben herausgefunden, dass die Gesänge der Buckelwale in eine Art Strophen unterteilt sind. Ist der Gesang zu Ende, kehrt das Walmännchen an die Wasseroberfläche zurück, um zu atmen, bevor es wieder abtaucht und den Gesang erneut aufnimmt.

Ein junger Buckelwal singt in den Gewässern der Vava’u-Inseln, Tonga. Sylke Rohrlach/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Was haben ein Haar, eine Hautschuppe, ein Tropfen Speichel oder Blut gemeinsam? Im Kern jeder ihrer Zellen ist die gesamte DNA enthalten, das verschlüsselte Erbgut, das sich bei jedem Menschen unterschiedlich zusammensetzt und unverwechselbar ist. Man spricht daher auch vom genetischen Fingerabdruck. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Personen das genau gleiche DNA-Muster aufweisen, wird auf 1:30 Milliarden geschätzt.

Hinter der Abkürzung DNA verbirgt sich ein englischer Fachbegriff aus der Chemie: desoxyribonucleic acid. Die DNA sieht ein bisschen aus wie eine in sich verdrehte Strickleiter. Vier organische Basen bilden ihre Sprossen. Bei jedem Menschen wiederholen sie sich auf gewissen Abschnitten der Leiter in unterschiedlichen Kombinationen auf charakteristische Weise. Bei den heute zur Verfügung stehenden Technologien reicht ein einziges DNA-Molekül, um diese Muster aufzuspüren, zu isolieren, nach ihrer Länge zu ordnen und zu vergleichen und damit den Täter eindeutig zu identifizieren. Das macht DNA-Analyse zu einer der effizientesten Methoden der Kriminalistik.

Mehr darüber, was DNA ist, erfährst du im Artikel "DNA - Was ist das?"
Wie eine DNA-Haaranalyse funktioniert, erfährst du hier.

Hier geht es zum Teil 3.
Hier geht es zum Teil 1.

Texte: SATW / Christine D'Anna-Huber, Alexandra Rosakis
Illustrationen: SATW / Alexandra Rosakis
Quelle: Technoscope 1/19: Technik am Tatort. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

Erstellt: 08.01.2019

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