Simone Heimgartner, begeisterte Jungchemikerin und Goldmedaillengewinnerin

Simone Heimgartner gewann Gold an der Schweizer Chemie-Olympiade 2016. Die begeisterte Jungchemikerin nahm auch an der internationalen Chemie-Olympiade (IChO) 2016 in Georgien teil. Dort schätzte sie die Tischgespräche und die Offenheit der Jugendlichen aus aller Welt. Simone träumt von einer Zukunft in der Forschung, Laborluft hat sie bereits geschnuppert.

Simone Heimgartner

Photo: Schweizer Chemie-Olympiade SwissChO

Simone, in der Chemie geht es um Verbindungen von Molekülen. Was verbindet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IChO 2016?

Uns verbindet vieles. In erster Linie natürlich die Chemie und unser Wissen. Ich würde aber fast sagen, dass die Neugier, neue Menschen kennenzulernen, noch viel verbindender war. Alle waren sehr offen, man konnte an einem beliebigen Tisch sitzen und mit den anderen Jugendlichen alles bereden, was man wollte. Der kulturelle Austausch war einfach super und hat uns zusammengeschweisst. Es war eine richtig tolle Zeit.

Was hat dein Interesse an der Chemie geweckt?

Die Natur hat mich schon immer interessiert. In der Kantonsschule verschob sich mein Lieblingsfach von Biologie zu Chemie. Ich war richtig begeistert von diesem Fach und nahm auch an der Chemie-Olympiade teil. Beim ersten Anlauf hatte ich noch keinen Erfolg. Ich kam nicht über die Zwischenprüfung hinaus. Ich blieb trotzdem dran und versuchte es 2016 wieder. Zu meiner grossen Überraschung gewann ich eine Goldmedaille. Ich war überglücklich und die IChO in Georgien zeigte mir, wie toll Chemie ist. Mir gefällt vor allem die praktische Arbeit.

Das Schweizer Team an der internationalen Chemiolympiade 2016

Das Schweizer Team an der internationalen Chemiolympiade 2016 in Georgien. Photo: Schweizer Chemie-Olympiade SwissChO

Oft sind Schülerinnen und Schüler unsicher, ob sie überhaupt an einer Olympiade teilnehmen sollen, sie glauben es nicht zu schaffen. Wie würdest du darauf antworten?

Ich würde sagen, einen Versuch ist es immer wert. Auch wenn man sich nach der ersten Runde nicht qualifiziert, verbringt man ein tolles Wochenende in Bern. Man lernt eine Menge über Chemie – und man trifft interessante Menschen. Diese Erfahrung ist es wert, auch wenn man nicht weiterkommt. Und es gibt ja (fast) immer ein neues Wettbewerbsjahr mit einer neuen Chance.

Schwebt dir ein Traumberuf vor?

Ich besuche im Moment die 4. Klasse der Kantonschule. Das Studium beginne ich im September 2017. Ich möchte an der ETH Zürich Chemie studieren. Mein Traumberuf ist die Forschungsarbeit. Ich habe schon zwei Praktika absolviert: das eine an der ETH Zürich, das andere an der Universität Bremen. Dort habe ich einen guten Einblick erhalten und viel über die Arbeit im Labor gelernt. Diese Praktika haben meinen Berufswunsch definitiv bestärkt.

Quelle: Olympiads News

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