Streifzug durch die Geschichte der Antriebssysteme

Mobil waren die Menschen schon vor der Erfindung des Autos. Beispielsweise mit Pferden, dem Wind oder Dampf.

Fortbewegung mit der Kraft der Natur: das Segelschiff.

Fortbewegung mit der Kraft der Natur: das Segelschiff. Bild: sainthorant daniel/Shutterstock.com

Noch vor 200 Jahren kannten die Menschen weder Erdöl noch Strom. Fortbewegungsmittel, wie wir sie heute kennen, gab es darum auch noch nicht. Man war generell weniger unterwegs; zu mühsam und gefährlich waren die Wege. Doch die Menschen waren in Bewegung, sei es für den Handel, sei es auf der Flucht vor Kriegen, sei es auch aus Neugier. Neben der eigenen Muskelkraft nutzte man schon früh Tiere, aber auch Phänomene der Natur wie den Wind, Flussströmungen oder die Schwerkraft.

Unterstützung durch Tiere

Mensch und Pferd verbindet eine lange Geschichte. Seit mehreren tausend Jahren nutzen Menschen Pferde, aber auch ihre Verwandten, die Esel, um zu reiten, Lasten zu transportieren und für Arbeiten wie das Pflügen. Auch Ochsen oder Elefanten eignen sich für solche Zwecke. All diese Tiere haben im Vergleich zum Menschen mehr Kraft und können deshalb schwerere Lasten tragen und ziehen. Noch heute sind Tiere in vielen Weltgegenden die wichtigsten Transportmittel.

Dank Wind um die Welt

Seit alters her haben kluge Köpfe versucht, natürliche Phänomene für den Antrieb zu nutzen. So ist das Ausnützen des Windes eine sehr elegante Methode, um Schiffe anzutreiben. Bereits die alten Ägypter waren mit Segelschiffen auf dem Nil unterwegs. Lange Zeit waren Segel im Einsatz, die den Wind nur von hinten nutzen konnten. Die Schiffe wurden vom Wind geschoben. Blies der Wind von vorne oder schräg von vorne, gab es kein Vorwärtskommen.

Im 8. und 9. Jahrhundert kamen dann Segel auf, die so geschnitten waren, dass sie auch Wind schräg von vorne nutzen konnten. Damit kann man auch gegen den Wind segeln und kommt fast überall hin. Weitere natürliche Phänomene sind Strömungen von Flüssen, die man ebenfalls für die Schifffahrt nutzen kann, oder die Schwerkraft, die für erste Drahtseilbahnen genutzt wurde. Auch das Ballonfahren nutzt physikalische Phänomene. Für den Auftrieb werden Gaseigenschaften genutzt. So ist heisse Luft leichter als kalte (Heissluftballon). Zudem gibt es Gase, die leichter sind als Luft, beispielsweise Helium oder Wasserstoff (Gasballone). Für die Fortbewegung über Grund nutzt man dann den Wind.

Die Erfindung der Dampfmaschine

Für die Industrialisierung gilt die Dampfmaschine als zentrale Erfindung. Die Dampfmaschine setzt die Wärmeenergie im Dampf in mechanische Energie um. Dadurch kann alles Mögliche angetrieben werden. Bereits im Altertum wurde an Dampfmaschinen herumexperimentiert, aber brauchbare Exemplare wurden erst im 18. Jahrhundert gebaut. Im 19. Jahrhundert gelang ihr Durchbruch. Neben den Maschinen in den Fabriken wurden auch Lokomotiven und Schiffe mit Dampfmaschinen betrieben.

Quelle: SATW/Technoscope

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