Wichtige Meilensteine der Nanotechnologie

Das Wissen über Nanotechnologie besteht nicht erst seit gestern. Hinter dem heutigen Wissen stecken fast hundert Jahre Forschung.

US-Briefmarke mit Richard Feynman

Richard Feynman - Mit seinem Rede-Text "There’s plenty of room at the bottom" gilt er als Wegbereiter der Nanotechnologie. Bild: Neftali/Shutterstock.com

1913 Der dänische Physiker Niels Bohr veröffentlicht sein Atommodell.
1931 Der deutsche Elektroingenieur Ernst Ruska erfindet das Elektronenmikroskop.
1953 Der Amerikaner James Watson (Biochemiker) und der Engländer Francis Crick (Physiker und Biochemiker) entschlüsseln die Struktur des DNA-Moleküls und stellen in der Zeitschrift Nature das Modell der DNA-Doppelhelix vor.
1959 Der US-amerikanische Physiker und Nobelpreisträger des Jahres 1965, Richard Feynman, hält seinen berühmten Vortrag "There’s plenty of room at the bottom" (dt. Übersetzung: "Ganz unten ist eine Menge Platz" oder "Viel Spielraum nach unten"), dessen Text häufig als Gründungsschrift der Nanotechnologie betrachtet wird. Feynman beschrieb während eines Vortrages im Jahre 1959 als Erster seine Visionen der Manipulation von Materie auf atomarer Ebene.
1974 Der japanische Ingenieur Norio Taniguchi gebraucht in einem wissenschaftlichen Bericht erstmals den Begriff der Nanotechnik; darin werden die revolutionären Anwendungsmöglichkeiten von Materialien in ultrakleinen Dimensionen von weniger als einem Milliardstel Meter (10-9 m) beschrieben.
1978 Die beiden Physiker Heinrich Rohrer (Schweiz) und Gerd Binnig (Deutschland) starten in Rüschlikon bei Zürich mit ihrer Arbeit am Rastertunnelmikroskop.
1981 Heinrich Rohrer und Gerd Binnig gelingt die erste Messung mit dem Rastertunnelmikroskop. Sie erhalten 1986 für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops den Nobelpreis.
1985 Der britische Chemiker Harry Kroto entdeckte zusammen mit Robert F. Curl und Richard E. Smally die Fullerene, eine neue Form des Kohlenstoffs mit kugelförmigen Molekülen. Sie erhielten 1996 den Nobelpreis für Chemie.
1986 Gerd Binnig, Christoph Gerber und Calvin Quate bauen das erste Kraftmikroskop.
1986 Der Pionier und Visionär Eric Drexler veröffentlicht das Buch "Engines of Creation", in dem er eine "molekulare Nanotechnik" darstellt. Er ist Gründer des Foresight Instituts.
1989 Dem Physiker Don Eigler gelingt es, mit dem Rastertunnelmikroskop Atome zu bewegen; er baut aus 35 Xenon-Atomen den Schriftzug "IBM".
1991 Michael Grätzel entwickelt eine Nanosolarzelle.
1998 Der niederländische Nanowissenschaftler Cees Dekker baut erstmals einen Transistor aus Nanotubes.
1999 Mark Reed und James Tour von der Yale Universität entwickeln einen elektronischen Schalter aus nur einem organischen Molekül (sogenannter Einelektronen-Schalter).
2000 Der amerikanische Computerexperte Bill Joy warnt im Magazin "Wired" vor den Risiken der Zukunftstechnologien und beschwört Visionen von alles zerstörenden amoklaufenden Nanobots herauf. Sein Artikel sorgt weltweit für Aufsehen und kontroverse Diskussionen.
2001 Mehrere Forschungsgruppen bauen erste molekulare Schaltkreise.
2002 Forscher der Cornell Universität konstruieren einen Transistor aus nur einem speziell entworfenen und konstruierten Molekül zwischen zwei Goldelektroden.
2003 Forscher der Universität Berkeley bauen den ersten integrierten Schaltkreis aus Nanotubes.
2004 Die EU-Kommission legt eine Strategie im Bereich Nanotechnologie fest. Titel „Towards a European Strategy for nanotechnology".

 

Quelle: BASF

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