Woher stammen all die Daten für Big Data?

Big Data können personenbezogene Daten sein, die wir häufig unwissentlich preisgeben, es können aber auch Open Data sein, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und häufig aktiv von ihr erhoben werden.

Bild: CanStockPhoto

Eine Spurensuche

Jede Aktivität im Internet wird registriert: Welchen YouTube-Film hast du angeschaut, welche Produkte gekauft, welche Musik bevorzugst du, wie viele Likes hast du auf Instagram, wer sind deine Freunde, wie fit bist du (Smartwatch sei Dank), wo warst du unterwegs (Mietvelo sei Dank)? Daraus lassen sich Daten ableiten, die du vielleicht selbst nie angegeben hast, z. B. dein Alter, dein Bildungsstand, deine Hobbys. Solche personenbezogenen Daten sind für viele Unternehmen Gold wert, da sie ihre Dienstleistungen und Werbung danach ausrichten können.

Der Handel mit den Daten

Entsprechend werden Daten rege verkauft und gekauft. Viele Nutzende sehen kein Problem darin, weil sie "nichts zu verbergen haben". Aber Daten können auch missbraucht werden oder man kann aufgrund seiner Daten benachteiligt – z. B. aufgrund ungesunder Gewohnheiten durch eine höhere Krankenkassenprämie – oder sogar Opfer eines Identitätsklaus werden. In China ist die Überwachung durch den Staat sowie die Belohnung oder Bestrafung der Bürgerinnen und Bürger anhand personenbezogener Daten bereits Realität. In der Schweiz regelt ein Bundesgesetz den Datenschutz. Dieses Gesetz wird zurzeit überarbeitet, um den neuen Realitäten im Internet gerecht zu werden.

Offene Daten als Chance

Big Data ist aber viel mehr als personenbezogene Daten. So genannte Open Data sind frei verfügbar und dürfen von allen genutzt und weiterverarbeitet werden. Dabei handelt es sich z. B. um Wissensportale wie Wikipedia oder Statistiken, wie sie vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht werden, Verkehrsinformationen, Daten über aktuelle Umweltereignisse, aber auch Software und künstlerische Arbeiten wie Bilder oder Videos. Ein Beispiel ist die Open-Data-Plattform öV Schweiz, die unter anderem Fahrplan- und Haltestellendaten zur Verfügung stellt, sodass damit Apps oder andere Produkte entwickelt oder Statistiken erstellt werden können.

Quelle: Technoscope 1/20: Big Data. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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