Leben im Boden

Der Boden unter unseren Füssen strotzt vor Leben. Man muss nur etwas genauer hinsehen, um die kleinen Lebewesen zu erkennen, die so viel für den Kreislauf des Lebens bedeuten. Das Jahr 2015 wurde von der UNO-Generalversammlung zum «Internationalen Jahr des Bodens» erklärt. Um die Bedeutung der Bodenlebewesen für den Menschen sichtbar zu machen, stellen das Bundesamt für Umwelt BAFU und das Nationale Forschungsprogramm "Ressource Boden" (NFP 68) jeden Monat einen Organismus vor. Alle bisher erschienenen Porträts können als PDF hier heruntergeladen werden: www.boden2015.ch

Leben im Boden

Leben im Boden. Bild: CanStockPhoto

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Der Tunnelbohrer

Die kleinen Vulkankrater aus Erde verraten die Anwesenheit des Maulwurfs. Der faszinierende Buddler fühlt sich dort wohl, wo der Boden gesund und fruchtbar ist.

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Maulwurf

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Winziger Kraftprotz im Dienste der Wälder

Gut eine halbe Million Blätter lässt eine 100-jährige Buche jährlich fallen, die sich unter ihrer Krone zu einer Laubschicht von 5 bis 10 Zentimetern Höhe anhäufen. Milben gehören zu den ersten Zersetzern vor Ort. Sie sorgen dafür, dass unsere Wälder nicht im eigenen Laub ersticken.

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Tausendfüsser

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Die Laubverwerter

Jeder kennt ihn beim Namen, zu Gesicht bekommt man ihn aber nur selten: den Tausendfüsser. Dabei ist das träge und lichtscheue Tier in Wäldern und im Garten allgegenwärtig. Als Laubkompostierer nimmt er eine wichtige Stelle in den Ökosystemen ein.

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Tausendfüsser

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Der Feinfühlige

Springschwänze werden als Indikatoren für verunreinigte Böden genutzt, zählen zu den wichtigsten Humusproduzenten und sorgen für ein Gleichgewicht unter den Bodenorganismen.

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Aber bitte mit Kruste

In vielen Gebieten der Erde ist es so kalt oder so trocken, dass kaum Pflanzen wachsen können. Verschiedene Organismen bilden an diesen Orten an der Bodenoberfläche eine schützende Kruste, die den Boden stabilisiert.

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Extremisten im Ackerboden

Wo die meisten Organismen keine Überlebenschance haben, fühlen sich Archaeen so richtig wohl. Nun hat man die Extremisten aber auch in «gewöhnlichen» Ackerböden entdeckt, wo sie Dünger für die Pflanzen aufbereiten.

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Pyrococcus furiosus

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Die Apotheke im Boden

Antibiotika: kein anderer Wirkstoff hat mehr Menschenleben gerettet. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte vor Jahrmillionen im Boden.

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Penicillium

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Die Bodenmacher

Regenwürmer sind für fruchtbare und vitale Böden unverzichtbar. Die kleinen Kraftprotzen reichern Nährstoffe für die Pflanzen an und sie verbessern die Durchlüftung sowie die Wasseraufnahme des Bodens.

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Gemeiner Regenwurm

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Bodyguards der Pflanzenwurzeln

Pflanzenwurzeln sind ein gefundenes Fressen für unzählige Mikroorganismen und Insekten. Bestimmte Bakterienarten stehen als Bodyguards zum Schutz der Pflanzen im Einsatz.

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Pseudomonas-Bakterien an einer Weizenwurzel

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Hilferuf an den Fadenwurm

Verletzte Maiswurzeln senden chemische Hilferufe aus, um die Feinde ihrer Feinde anzulocken. Die herbeigerufenen Fadenwürmer zerstören die schädlichen Insekten.

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Fadenwürmer der Gattung Heterorhabditis megidis

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Die Amöbe - Eine Räuberin züchtet sich ihre Beute

Amöben leben wie im Schlaraffenland: Sie laben sich an Bakterien und fördern gleichzeitig deren Wachstum. Das kommt auch den Böden zugute.

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Amoeba proteus mit einem kleinen Pflanzenstück

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Mykorrhiza - Basar im Boden

Pilze und Pflanzenwurzeln gehen eine spezielle "Handelsbeziehung" ein. Die sogenannte Mykorrhiza ist eine Symbiose, von der nicht nur die direkten Partner profitieren.

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Mykorrhiza