Wo bin ich? Big Data unterwegs

Toll dass Mobilitäts-Apps dir die mühsame Suche nach der besten Verbindung abnehmen. Damit diese Apps funktionieren, braucht es jede Menge Daten im Hintergrund.

Bild: CanStockPhoto

Stell dir vor, du musst die schnellste ÖV-Verbindung heraussuchen, um noch rechtzeitig zu einem Termin zu kommen, und du hast nur das gedruckte offizielle Kursbuch der Schweiz – eine echte Herausforderung. Zum Glück hat sich seit 1905, als das erste Kursbuch publiziert wurde, viel getan. Verschiedene Apps nehmen einem nicht nur die mühsame Suche nach der besten Verbindung ab, sondern sie verkaufen gleich das passende Billett und verknüpfen die ÖV-Verbindung mit aktuellen Daten wie Verspätungen oder Umleitungen.

Besserer Verkehrsfluss dank Live-Verbindungen

Die Mobilität der Zukunft, wie sie z. B. die Stadt Zürich plant, möchte noch weiter gehen und alle Verkehrsteilnehmer – ÖV, Car Sharing, Taxi, Velo-Verleih – live miteinander verbinden. Auch private Fahrzeuge sollen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Unter anderem soll dies zu einem besseren Verkehrsfluss beitragen. Mittels Google Maps kann man sich bereits über Staus in Echtzeit informieren. Das funktioniert, indem Google die über GPS ermittelte Position von Smartphones erfasst und anhand deren Anzahl und Lokalisierung die Verkehrssituation auf der Landkarte wiedergibt.

Daten als Wegweiser

Apropos Landkarte: Dass wir heutzutage so leicht den Weg von A nach B finden können, haben wir Big Data zu verdanken. Google z.B. arbeitet mit unzähligen Partnern zusammen, die detaillierte Koordinaten liefern, um geografische Gegebenheiten präzise und aktuell darzustellen. Street View liefert nebenbei Daten zur Verbesserung der Karte, indem abgebildete Strassenschilder gelesen und mit der Karte abgeglichen werden. Satellitendaten werden eingesetzt, um mögliche geologische oder bauliche Veränderungen zu entdecken. Interessant für uns alle ist zudem, dass wir selbst zum Nutzwert der Karte beitragen können, indem wir Fotos oder Bewertungen abgeben. Algorithmen sowie Mitarbeitende aus Fleisch und Blut verwalten, vergleichen und vernetzen diese mehrschichtigen Datensätze, um so die Karten laufend zu verbessern.

Quelle: Technoscope 1/20: Big Data. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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