Portraits

Gregor Klopfer (25), Chemiker

Gregor Klopfer

Mit konzentriertem Forscherblick: Gregor Klopfer forscht und findet. Bild: Gregor Klopfer

"Was die Welt im Innersten zusammenhält" (Aus Faust I von Johann Wolfgang von Goethe)

Dies und vieles mehr finde ich faszinierend. Ich möchte wissen, wie die Materie funktioniert, wie sie aufgebaut ist und was man damit verändern und kreieren kann. Die Chemie ist ein grosses, spannendes Gebiet, welches sich mit den Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen befasst, also den kleinen Teilchen, aus welchen die Materie besteht.

Ein sehr spannendes Gebiet: der menschliche Stoffwechsel

Was passiert in unserem Körper und wie reagiert unser Körper auf Einflüsse von aussen? Einflüsse wie Medikamente, Lebensmittel, Umwelteinflüsse - z.B. schlechte Luft - oder einzelne Chemikalien? Der menschliche Körper ist sehr kompliziert aufgebaut, und es laufen darin ständig unglaublich viele chemische Reaktionen ab. Viele davon kennt man bereits, jedoch noch lange nicht alle. Die Biochemie befasst sich mit diesem Gebiet und man kommt mit Zellbiologie, Medizin und manchmal mit Genetik in Kontakt.

Wie ich zur Chemie kam

Mein Interesse für die Chemie ist bereits in der Sekundarschule entstanden. Ich habe mich über chemische Reaktionen und Lebensmittelinhaltstoffe informiert. Somit wusste ich schon etwas über Chemie, bevor der Chemieunterricht im Gymnasium begann. Dies hat mir in den Chemieunterrichtsstunden geholfen, und während des Unterrichts bin ich auf neue interessante Themen aufmerksam geworden.

Sicher war ich mir nicht, ob ich wirklich Chemiker werden möchte, da ich mir den Berufsalltag eines Chemikers gar nicht vorstellen konnte. Aber ich habe mich einfach mal für das Chemiestudium entschieden. Vor meinem Beginn an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) musste ich noch ein Jahr Praktikum in der Industrie oder Forschung absolvieren. Das war eine sehr gute Abwechslung zur Schule, und ich erhielt einen wertvollen Einblick in die Arbeitswelt.

Von der ZHAW zur Wipf

Vor kurzem habe ich an der ZHAW mein Chemiestudium abgeschlossen. Nun bin ich als Entwickler bei Wipf tätig und kümmere mich um flexible Verpackungen. Meistens handelt es sich um Beutel, die zum Beispiel mit Müesli, Kaffee, Reis, Oliven usw. gefüllt werden. Flexible Verpackungen, die aus Folien hergestellt werden, sind ökologisch und günstig, da sie aus sehr dünnen Schichten Material hergestellt werden. Sie sind mit nur 0.05 bis 0.15 mm etwa gleich dünn wie ein Haar. Folien werden bei uns bedruckt, miteinander verklebt, anschliessend geschnitten und zu Beuteln verarbeitet. Wie das genau funktioniert, erfährst du im Artikel über flexible Verpackungen.

Die Arbeit ist sehr vielseitig und spannend, da ich mit allen Abteilungen und mit Kunden zu tun habe und immer wieder neue Herausforderungen auf mich zukommen. Neue Folien und Folienkombinationen, Farben, Lacke und Kleber zu testen und Versuche durchzuführen gefällt mir sehr und ich bin froh, den Weg über das Chemiestudium gewählt zu haben.

Erstellt: 04.06.2009

Dieser Beitrag wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf die aktuelle Website importiert. Wir freuen uns, wenn uns allfällige Darstellungsfehler gemeldet werden: redaktion(at)simplyscience.ch.

Mehr