Im Herbst 2023 war es dann so weit: Für eine Woche flog ich alleine ins Abenteuer nach Brasilien. Zu Beginn war das Navigieren vor Ort gar nicht so leicht, da die Einheimischen kaum Englisch sprachen. Zum Glück traf ich aber bald Kollegen aus Dänemark, die im selben Hotel wie ich logierten.
Die meiste Zeit verbrachte ich an meinem Stand, wo ich mein Projekt Tag für Tag den interessierten Besuchern vorstellte. Damit das reibungslos klappte, hatte ich immer eine einheimische Schülerin an meiner Seite, die meine Erklärungen live auf Portugiesisch übersetzte. Nach den Befragungen durch die Expertenjury kam das grosse Finale: Bei der Rangverkündigung erreichte ich den dritten Rang in meiner Kategorie! Es war ein bisschen schade, nach nur einer knappen Woche schon wieder abzureisen, da ich mich gerade erst so richtig eingelebt hatte.
Die Geburtsstunde von Tectraon
Nach all diesen Erlebnissen fand ich es irgendwie zu schade, das Projekt einfach in einer Schublade verstauben zu lassen. Und eine Sache ging mir immer wieder durch den Kopf: Egal ob in der Schweiz oder in Brasilien – immer wieder hatten mich Lehrpersonen gefragt, ob man das Modell im Unterricht verwenden kann. Nach einer kurzen Pause entschied ich mich daher, die Entwicklung genau in diese Richtung weiterzutreiben. Das bedeutete: Das Modell musste robust, einfach zu bauen und gleichzeitig kostengünstig in der Herstellung werden.
Zuerst tüftelte ich rein am optimalen Hardware-Design. Als das stand, schrieb ich eine verständliche Anleitung mit passenden Experimenten und testete diese ausführlich. Dazu entwarf ich ein kurzes Theorie-Dokument für die Schülerinnen und Schüler sowie ein Begleitdokument für Lehrpersonen, damit das Projekt ohne grossen Aufwand im Unterricht oder in Projektwochen umgesetzt werden kann.