Sterne & Weltraum

Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Sonnenfinsternis am 12.8.26 über Passau (Deutschland). Bild: Lwrnc.photos/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Eine Sonnenfinsternis ist ein ganz besonderes astronomisches Schauspiel, da es an einem gegebenen Ort nur sehr selten zu beobachten ist. In der Schweiz wurde die Sonne am 12.8.26 zwar nicht vollständig vom Mondschatten verfinstert, doch immerhin zu 90–92%. 

Seit 1999 war von der Schweiz aus nie mehr eine Sonnenfinsternis mit so hohem Bedeckungsgrad zu sehen: Am Mittwochabend, 12.8.26, verdeckte der Schatten des Mondes für kurze Zeit 90–92% der Sonnenscheibe. Die Finsternis begann gegen 19:25, die maximale Bedeckung wurde zwischen 20:15 und 20:20 erreicht. Das war kurz vor Sonnenuntergang, die Sonne stand also schon sehr tief über dem Horizont. Deshalb konnte man die Finsternis nicht von überall aus beobachten. 

Der richtige Standort

Wer diese Finsternis miterleben wollte, musste vorher ein wenig planen. Geeignete Beobachtungsplätze waren zum Beispiel ein Standort auf einem Hügelzug oder Berggipfel oder ein erhöhter Platz im Mittelland mit freier Sicht auf den Westhorizont. Dort gab es die besten Chancen, den Eintritt der Sonne in den Schatten mitzuverfolgen. Kurz nach der maximalen Bedeckung ging die Sonne an den meisten Orten unter.

Tipp: Der Sunset-Atlas hilft dabei, besonders schöne Beobachtungsplätze für den Sonnenuntergang zu finden!

Sonnenbeobachtung: Nur mit den richtigen Hilfsmitteln

Du weisst bestimmt, dass du nie direkt in die Sonne schauen darfst, schon gar nicht mit Ferngläsern oder Teleskopen ohne Filter! Auch gewöhnliche Sonnenbrillen eignen sich nicht, um eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Dafür brauchst du entweder zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen oder ein anderes Hilfsmittel, falls du keine Spezialbrille mehr bekommst.

Ungefährlich ist zum Beispiel die indirekte Beobachtung mit einer Lochkamera, die man selbst basteln kann. Die Sonne ist damit zwar nur als ganz kleines Scheibchen zu sehen, aber du wirst deutlich erkennen können, wie sie zu einer immer schmaleren Sichel wird. Im Internet findest du ganz verschiedene Anleitungen dafür, und auch wir stellen dir zwei Modelle vor:

Dann brauchst du nur noch einen wolkenlosen Himmel zum Zeitpunkt der Finsternis!

Sonnenfinsternis beobachten mit einer Lochkamera

Das Prinzip einer Lochkamera ist, kurz zusammengefasst, folgendes: Wenn Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt, sieht man auf der gegenüberliegenden Seite des Raums ein Abbild der Lichtquelle (oder eines Gegenstandes, der sich vor dem Loch befindet). 

Bei einer Sonnenfinsternis kannst du auf diese Weise ein (sehr kleines) Abbild der Sonne erzeugen und ohne Gefahr beobachten, denn du schaust dabei nicht direkt ins Licht, sondern auf das Bild (die sogenannte Projektion). Es gibt verschiedene Bastelanleitungen für Lochkameras, und je nach Modell schaust du von „innen“ (aus dem dunklen Raum heraus) auf den Bildschirm oder von aussen.

 

Funktionsweise einer Lochkamera. Bild: Anton/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

In der Bildergalerie findest du verschiedene Beispiele, wie du während einer Sonnenfinsternis gefahrlos die Sonne (oder ihr Abbild) beobachten und spannende Fotos machen kannst!

 

Zuletzt geändert: 18.08.2026
Erstellt: 10.08.2026
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