Chromosom 18: Wächter der Zellteilung

Proteine bestimmen, wann die Zellteilung starten kann. Bild: CanStockPhoto

In unserem Körper finden dauernd Zellteilungen statt. Zum Beispiel werden jede Sekunde zwei Millionen neuer Blutzellen gebildet. Dies ist nur dank einer gut kontrollierten Zellteilung, auch Mitose genannt, möglich. Während der Mitose wird die DNS in jeder Zelle zuerst verdoppelt und dann gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt.

Die Zelle hat dazu einen so genannten Spindelapparat zur Verfügung. Von zwei gegenüberliegenden Polen aus werden die in der Zellmitte liegenden Chromosomen an Fäden (Spindeln) angemacht, auseinander gezogen und zu den Polen transportiert. Wenn sich die Zelle in der Mitte durchschnürt, entstehen zwei Tochterzellen, die beide den gleichen Chromosomensatz haben wie die ursprüngliche Zelle.

Damit es keine Verteilungs-Fehler gibt, läuft die Zellteilung erst ab, wenn der Spindel-Checkpoint grünes Licht gibt. Dieser Checkpoint besteht aus Eiweissen, die kontrollieren, ob alle Chromosomen in der Zellmitte liegen und korrekt an den Spindelapparat angeheftet sind. Für die menschlichen Zellen ist das Protein Hec ein entscheidender Wächter über die Zellteilung. Es kontrolliert die Verankerung der Spindel-Fäden an den einzelnen Chromosomen. Das Hec-Gen liegt auf Chromosom 18.

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Dieser Inhalt stammt von der ehemaligen Website gene-abc.ch, die im Jahr 2016 in die Website SimplyScience.ch integriert wurde. Das Gene ABC war eine Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und wird seit 2016 von der SimplyScience Stiftung weitergeführt.