Epigenetik

Die Epigenetik bestimmt welche Gene abgelesen werden, bei der Schildpattkatze wird so die Fellfarbe bestimmt. Bild: CanStockPhoto

In diesem Kapitel erfährst du alles Wissenswerte rund um das Thema Epigenetik. Kurzfilme sowie Erläuterungen zu den einzelnen Unterkapiteln findest du hier:

Epigenetik – wie die Umwelt unsere Gene beeinflusst

Viele unserer Eigenschaften sind genetisch bestimmt und uns von Anfang an in die Wiege gelegt. Normalerweise verändern sich die Gene nicht im Laufe des Lebens, trotzdem kann die Umwelt unsere Gene beeinflussen. Epigenetische Veränderungen sind ein ausgeklügeltes System unseres Körpers, um gezielt auf Umwelteinflüsse (Ernährung, körperliche Aktivität, Stress…) reagieren zu können.

Niederländische Forscher haben nachgewiesen, dass Kinder von Müttern, welche während und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schwangerschaft Hunger leiden mussten, ein grösseres Risiko tragen, an Diabetes zu erkranken. Die Forscher zeigten, dass dieser Anfälligkeit für Diabetes epigenetische Veränderungen zugrunde liegen, die von den Müttern an die Kinder vererbt werden. Die vererbbare Veränderung der Genäktivität nennt man Epigenetik. Im Unterschied zu genetischen Mutationen bleibt bei epigenetischen Prozessen die Abfolge der DNS-Bausteine unverändert. Epigenetische Veränderungen sind daher keine (irreversiblen) Mutationen der DNS und können wieder rückgängig gemacht werden.

Video zum Text

Für weitere Informationen lies auch den Artikel "Epigenetik – Es steht doch nicht alles in den Genen".

Dieser Inhalt stammt von der ehemaligen Website gene-abc.ch, die im Jahr 2016 in die Website SimplyScience.ch integriert wurde. Das Gene ABC war eine Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und wird seit 2016 von der SimplyScience Stiftung weitergeführt.