Virtuelle Realität in der Medizin

Die Technik der virtuellen Realität (VR) ist nicht mehr der Unterhaltungsindustrie vorbehalten, sondern wird in verschiedenen Bereichen der Medizin bereits eingesetzt oder ist Gegenstand der Forschung.

Bild: CanStockPhoto

Auch bei der Planung echter Operationen kann VR ein hilfreiches Instrument sein und wird unter anderem im Unispital Basel eingesetzt. Ein 3D-Modell des Gehirns eines Patienten oder einer Patientin zum Beispiel erlaubt dem Arzt oder der Ärztin einerseits, die genaue Lage eines Aneurysmas zu erkunden und sich auf die OP vorzubereiten, andererseits kann damit dem Patienten oder der Patientin der bevorstehende Eingriff anschaulich erklärt werden. Während der OP wird das 3D-Bild noch nicht eingesetzt, aber direkt im Anschluss daran kann über eine Angiografie, die noch am OP-Bett gemacht wird, das Ergebnis des Eingriffs in 3D erfasst und beurteilt werden.

Bei der Neurorehabilitation könnte VR eine sinnvolle Ergänzung der konventionellen Physiotherapie werden. Die Schweizer Firma MindMaze zum Beispiel bietet digitale Therapien an, bei denen der Patient oder die Patientin bestimmte Bewegungen ausführen muss, um ein Game zu steuern. Dabei sollen die motorischen Fähigkeiten und kognitiven Funktionen gefördert werden. Wie VR die Medizin unterstützen kann, erzählt uns die Neurowissenschaftlerin Jasmine Ho in diesem Interview.

Quelle: Technoscope 2/21: Medizintechnik. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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