Eine Schweizerin gewinnt den europäischen Laborantenwettbewerb

Grosser Erfolg für die Schweizer Berufsbildung: Beim europaweiten Laborantenwettbewerb „Grand Prix Chimique 2015“ haben eine Schweizerin und ein Schweizer die beiden ersten Ränge erzielt. Platz drei ging an einen Teilnehmer aus Österreich. Der Grand Prix Chimique, bei dem sich junge Berufsleute bei der Arbeit im Chemielabor messen, fand Anfang Oktober im aprentas-Ausbildungszentrum Muttenz statt – erstmals in der Schweiz und zum zweiten Mal mit Schweizer Beteiligung.

Siegerehrung Grand Prix Chimique 2015
Elias Vigl, Caitlin Blum und Jean-Luc Fuchs (v.l.) haben am Grand Prix Chimique 2015 in Muttenz und Basel gewonnen. Bild: Manuel Wüest, zweidimensional.ch
Caitlin Blum

Caitlin Blum im Chemielabor beim Grand Prix Chimique 2015. Bild: Hugues Frainier

Caitlin Blum (Schweiz), Jean-Luc Fuchs (Schweiz) und Elias Vigl (Österreich) heissen die drei Gewinner des Grand Prix Chimique 2015. Dies wurde an der Siegerehrung am Donnerstagabend, 1. Oktober 2015 in Basel bekannt gegeben.

Die Teilnehmenden aus der Schweiz hatten sich an den SwissSkills Bern 2014 als Erst- und Zweitplatzierte in ihrem Beruf Laborant/-in EFZ, Fachrichtung Chemie, für den Grand Prix Chimique qualifiziert (s. Bericht). Diesen Sommer schlossen sie ihre Lehre ab: Caitlin Blum an der Université de Fribourg und Jean-Luc Fuchs an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Elias Vigl besucht die Fachschule an der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HTL) Dornbirn, Österreich.

Teilnehmende aus neun Ländern

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grand Prix Chimique 2015.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grand Prix Chimique 2015. Bild: Manuel Wüest, zweidimensional.ch

Die Kandidatinnen und Kandidaten kamen aus insgesamt neun Ländern: Deutschland, Frankreich, Österreich, die Schweiz, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Rund 40 Kandidierende und Experten/-innen waren in Muttenz und Basel zu Gast.

Die Teilnehmer/-innen hatten 16 Stunden Zeit, über zwei Tage verteilt, um selbstständig zwei anspruchsvolle Aufgaben im Labor zu lösen: die Konzentrationsbestimmung von Mangan in Wasser sowie die Reduktion von 3-Pentanol (die ausführliche Aufgabenstellung gibt es hier). Eine internationale Jury bewertete die Ergebnisse und kürte die Sieger/-innen.

Der Ausbildungsverbund aprentas organisierte und realisierte diesen Wettbewerb im Rahmen seines Berufsbildungsmandats von scienceindustries, des Schweizer Wirtschaftsverbands Chemie Pharma Biotech. Das Programm beinhaltete neben dem Wettbewerb auch einen kulturellen Teil und stellte den Gästen Basel als historisches Zentrum der Chemie vor. Ausserdem stellten Firmenbesuche den aktuellen Bezug zur Life-Sciences-Industrie in der Region her. Neben Josef Widmer, dem Leiter des Bereichs Bildung beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, waren weitere Persönlichkeiten aus der nationalen und regionalen Bildungspolitik anwesend.

Der Grand Prix Chimique

Der europäische Chemiewettbewerb Grand Prix Chimique findet seit 1991 alle zwei Jahre statt, jeweils in einem der teilnehmenden Länder. Jedes Land stellt zwei Kandidaten, die in der Ausbildung zu einem Chemieberuf sind oder diese kürzlich abgeschlossen haben, und zwei Betreuungspersonen. 2011 war die Schweiz zum ersten Mal dabei und holte in der Länderwertung den dritten Platz, und das nicht nur mit den jüngsten Teilnehmenden, sondern auch mit den einzigen, die ihre Grundausbildung noch nicht abgeschlossen hatten.

Quelle: aprentas

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