Werkzeuge der Gentechnik

Restriktionsenzyme schneiden DNS, Ligasen kleben sie wieder zusammen - daher werden sie häufig mit Schere und Kleber verglichen. Bild: CanStockPhoto

Die wichtigsten Werkzeuge, die Gentechniker im Labor brauchen, sind:

  • Enzyme: Eiweisse, die chemische Reaktionen beschleunigen oder ermöglichen. Sie werden aus Mikroorganismen gewonnen.
  • Gen-Taxis: Mikroorganismen, die DNS von einer Zelle auf die nächste übertragen können.

Die Werkzeuge der Gentechniker stammen also aus der Natur und werden aus Mikroorganismen gewonnen (Enzyme) oder sind selbst Mikroorganismen (Bakterien, Viren).

Enzyme

  • Restriktionsenzyme erkennen auf der DNS eine bestimmte Buchstaben-Abfolge und schneiden den Gen-Faden an dieser Stelle durch.
  • DNS-Polymerasen erstellen eine Kopie der DNS.
  • Ligasen kleben DNS Stücke zusammen.

Gen-Taxis

  • Bakterien: Viele Bakterien besitzen kleine Gen-Ringe (Plasmide). Gentechniker benutzen diese zum Transportieren von Genen, indem sie einfach zusätzliche Gene in den Ring einfügen. Bei der Übertragung der Gen-Ringe von einem Bakterium auf andere Bakterien oder andere Zellen werden die "fremden" Gene einfach mittransportiert.
  • Viren: Sie haben die Eigenschaft, ihren Gen-Faden in Zellen einzuschleusen. Je nach Art des Virus tun sie dies entweder in Bakterien, Pflanzen-, Tier-, oder Menschenzellen. Diese Eigenschaft machen sich die Gentechniker zunutze. Sie fügen zusätzliche Gene in den Gen-Faden des Virus ein. Diese werden dann einfach in die Zellen miteingeschleust.

Mehr zu Bakterien und Viren erfährst du im nächsten Kapitel.

Video zum Text

Dieser Inhalt stammt von der ehemaligen Website gene-abc.ch, die im Jahr 2016 in die Website SimplyScience.ch integriert wurde. Das Gene ABC war eine Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und wird seit 2016 von der SimplyScience Stiftung weitergeführt.