Technik & Materialien

Tatort Schule – Teil 3

Eine Schule von Buckelwalen

Am Montagmorgen, als die Glocke läutet, will niemand von der Klasse 2B ins Schulzimmer. Die Schülerinnen und Schüler haben einen Kreis um David gebildet, der aufgeregt erzählt, und löchern ihn mit Fragen. Am Wochenende wurde im Chemielabor eingebrochen! David hörte es, als die Rektorin mit dem Sportlehrer darüber sprach, und er konnte sogar schnell einen Blick ins Labor werfen, bevor die Chemielehrerin ihn wegscheuchte.

Spurensuche bis ins Allerkleinste

Der Ton wird erzeugt, indem die Luft in einen Raum strömt, der sich an der Oberseite des Kopfes befindet und der menschlichen Nasenhöhle entspricht. Dort lässt die Luft die sogenannten „phonetischen Lippen“ vibrieren – wie beim menschlichen Schnarchen. Belugawale besitzen zwei Paare von phonetischen Lippen und können darum zwei voneinander unabhängige Laute ausstossen. Die Luft dringt dann in einen Luftsack, wo sie zur erneuten Tonerzeugung wiederverwendet werden kann. An der Tonproduktion beteiligt ist auch die sogenannte „Melone“, ein Organ im Schädel der Zahnwale, das aus Fett- und Bindegewebe besteht. Man vermutet, dass die Melone den Schall bündeln hilft und als eine Art Resonanzkörper dient.

Mehr als nur Gesang

Die Laute der Wale dienen der Echoortung, also der Orientierung im Wasser mit Hilfe von Schallwellen. Belugawale sind aber auch äusserst soziale Tiere, und man vermutet, dass ihre verschiedenen Laute eine Art Sprache bilden. Belugas können auch Geräusche nachmachen, die ihnen eigentlich völlig fremd sind (siehe unten).

„Gespräch“ zwischen einem Belugaweibchen und ihrem Kalb. Die Mutter ist weiss gefärbt, das Junge grau. Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Giftmörderinnen hatten es früher einfacher. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war es kaum möglich, ihnen ihre üble Tat nachzuweisen. Besonders oft eingesetzt wurde das geruchlose Arsenik, die Königin der Gifte. Erst die Entdeckung spezifischer chemischer Reaktionen, mit denen sich bestimmte Stoffe auch in geringer Konzentration zuverlässig bestimmen oder im Körper eindeutig nachweisen lassen, machte den Arsenmorden den Garaus.

Heutige Analyseverfahren erlauben es, selbst Millionstel Gramm einer Substanz zu identifizieren. Bei der Hochleistungs-Flüssigkeitschromatografie etwa wird eine flüssige Probe durch einen Filter gepresst und dabei gemessen, wie schnell sie aus diesem Filter wieder austritt – das gibt präzise Hinweise auf ihre Natur und Beschaffenheit. Mit der hochauflösenden Massenspektrometrie werden die Teilchen einer Substanz in kleinere geladene Teilchen gespaltet, nach Ladung und Masse voneinander getrennt und ihre Menge erfasst. Das ergibt ein genaues Bild des analysierten Stoffes.

Hier geht es zum Teil 4.
Hier geht es zum Teil 1.

Texte: SATW / Christine D'Anna-Huber, Alexandra Rosakis
Illustrationen: SATW / Alexandra Rosakis
Quelle: Technoscope 1/19: Technik am Tatort. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

Erstellt: 08.01.2019

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