Wir konnten es kaum glauben: Nach Monaten Programmieren, Testen, Umbauen und wieder von vorne beginnen standen wir plötzlich am Flughafen – auf dem Weg zur World Robot Olympiad in Singapur.
Schon beim Anflug spürten wir, wie anders Singapur ist: Palmen, Wärme, Wolkenkratzer und überall Lichter. Gemeinsam mit rund 40 Personen reisten wir als Schweizerdelegation an und nutzten die ersten Tage, um die Stadt zu erkunden. In den Universal Studios testeten wir Achterbahnen, und mit dem Singapore Flyer schwebten wir über die Skyline – ein atemberaubender Anblick. Im Wetland Reservoir trafen wir Tiere, die wir sonst nur aus Büchern kennen: Affen, Krokodile und riesige Geckos. Ein echtes Abenteuer.
Im Marina Bay Sands, so gross, dass man sich darin verlaufen könnte, begann dann der Wettbewerb. Unter dem Motto The Future of Robots versammelten sich über 1’500 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern. Teil dieses riesigen Events zu sein war für uns ein unglaubliches Gefühl.
Am Trainingstag bezogen wir unseren Tisch und starteten sofort die Testläufe. Einige Challenges mussten wir noch korrigieren, doch wir reagierten schnell und der Roboter lief bald wieder top. Dann begann der offizielle Wettbewerb. Jetzt zählte jeder Lauf. Gleich zu Beginn erreichten wir die Maximalpunktzahl der Season-Challenge – ein fantastischer Start. Die Überraschungsaufgabe stellte eine besondere Herausforderung dar, weil uns neben der Lösung der regulären Season-Challenge nur sehr wenig Reservezeit blieb. Trotzdem arbeiteten wir fokussiert und mit voller Konzentration. Am Abend feierten wir mit Teams aus aller Welt die Friendship Night, eine ideale Gelegenheit, andere Robotikbegeisterte kennenzulernen und kleine Mitbringsel zu tauschen.
Der letzte Wettkampftag brachte neue, anspruchsvolle Aufgaben: neue Anforderungen, die direkt vor Ort programmiert werden mussten. Wir gaben alles – konzentriert, ruhig und entschlossen – und arbeiteten Schritt für Schritt an den Lösungen.
Und dann der Moment: Platz 19 der Welt in der Kategorie Elementary. Unter rund 100 Teams – und das im Alter von 10 Jahren. Wir konnten es kaum fassen. Die Teams aus Asien waren unglaublich stark (14 der Top 20). Genau deshalb sind wir stolz auf unser Ergebnis. Wenn jemand fragt, was unseren Roboter ausmacht, sagen wir: schnell, präzise und trotzdem simpel gebaut.
Wenn wir an Singapur zurückdenken, denken wir an tropische Natur, atemberaubende Ausblicke, exotische Tiere, Essen aus aller Welt, Hitze, Nervenkitzel und Teamwork. Wir haben gelernt, wie viel möglich ist, wenn man dranbleibt, an sich glaubt und zusammenhält. Dieses Abenteuer werden wir nie vergessen.
Jetzt schauen wir nach vorne: WRO 2026!
Swiss Fire brennt weiter.
Danke an alle, die an uns geglaubt, mitgefiebert und uns unterstützt haben.
