Was ist AIDS?

AIDS steht für „Acquired Immunodeficiency Syndrome“, auf deutsch „Erworbenes Immunschwäche-Syndrom“. Bei dieser tödlichen Krankheit schwächt ein Virus das Immunsystem des Körpers.

AIDS - das „Erworbene Immunschwäche-Syndrom“ - wird durch das HI-Virus ausgelöst. Bild: CanStockPhoto

AIDS ist eine tödliche Krankheit und auf der ganzen Welt verbreitet. Es gibt sie vermutlich schon seit den 1930er Jahren. Sie wurde aber erst 1981 als eigenständige Krankheit erkannt. Heute leben etwa 33 Millionen Menschen mit AIDS, viele davon in Schwarzafrika.

Was bedeutet AIDS und was bedeutet HIV?

Im Zusammenhang mit AIDS hört man immer auch die Abkürzung HIV. Sie steht für „Human Immunodeficiency Virus“, auf Deutsch “Menschliches Immunschwäche-Virus“. HIV bezeichnet das Virus, das durch Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma übertragen wird und die Krankheit im Körper auslöst (Wie kann man sich mit HIV anstecken?). Ein Mensch, der mit dem HI-Virus infiziert ist, ist HIV-positiv.

AIDS ist eine unheilbare Krankheit. Bis die ersten Symptome auftreten, können jedoch Jahre vergehen. Nach Ausbruch der Krankheit kann ein HIV-positiver Mensch dank des medizischen Fortschritts noch Jahre oder sogar Jahrzehnte lang überleben - unter der Voraussetzung, dass er mit Medikamenten intensiv behandelt wird.

Von AIDS spricht man erst dann, wenn das HI-Virus den Körper und sein Immunsystem schon sehr geschwächt hat. Ein geschwächtes Immunsystem kann Krankheitserreger nicht mehr so gut abwehren. Deshalb können auch Infektionen, die für einen normalen Menschen harmlos sind, zu schweren Erkrankungen und zum Tod führen. AIDS ist also die Bezeichnung für das Endstadium der Krankheit. Sie wird aber in der Öffentlichkeit oft auch für die Krankheit selbst gebraucht.

HIV-infizierte Menschen leiden oft unter Ausgrenzung und Diskriminierung durch Menschen, die Angst vor einer Ansteckung haben. Mit Kampagnen im Fernsehen und in Zeitschriften will man dieser Angst entgegenwirken, Vorurteile abbauen und die Hilfsbereitschaft fördern.

Woher kommt AIDS?

Das HI-Virus ist sehr wahrscheinlich in Afrika von Affen auf den Menschen übertragen worden. Bei Affen gibt es nämlich ein ähnliches Virus, das SIV, das dann zum HIV mutiert ist.

In Schwarzafrika leiden am meisten Menschen an AIDS. Weil die ärztliche Versorgung nicht gut ist und Präventionsmassnahmen - Schutzvorkehrungen - nicht überall durchgeführt werden (z. B. die Verwendung von Kondomen), hat sich die Krankheit dort stärker ausgebreitet als in anderen Teilen der Welt.

Der Kampf gegen AIDS

Wissenschaftler forschen intensiv an Medikamenten, welche die Anzahl von HI-Viren im Körper verringern, den Ausbruch von AIDS hinauszögern und den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Einige bereits erhältliche Medikamente können das Virus lange in Schach halten. Die Behandlung ist aber sehr teuer, und deshalb profitieren hauptsächlich Menschen in Ländern mit hochstehendem Gesundheitswesen davon.

Gegen Polio oder andere schwere Viruserkrankungen kann man sich impfen lassen. Eine wirksame Impfung gegen das HIV gibt es aber noch nicht. Wichtig ist daher, sich gar nicht erst mit diesem heimtückischen Virus anzustecken! Weil das HI-Virus vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, ist der wirksamste Schutz vor AIDS die Einhaltung der Safer-Sex-Regeln:

  1. Miteinander schlafen – immer mit Präservativ (oder Femidom).
  2. Kein Sperma, kein Menstruationsblut in den Mund, kein Sperma oder Blut schlucken.
  3. Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt.
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