Lea macht ihre Lehre in einem Entsorgungshof. Dort sortiert sie aus den angelieferten Abfällen alles heraus, was sich wiederverwerten lässt. Die Liste dieser Wertstoffe ist lang: von Papier und Karton über Kunststoffe und Metall bis hin zu Edelmetallen aus ausgedienter Elektronik. Den Grossteil dieser Arbeit verrichtet sie im Freien. Mit Helm und Schutzkleidung steuert sie schwere Maschinen wie Sortierbagger oder Pneulader. Lea hat ein Flair für Mechanik und arbeitet gerne bei Wind und Wetter.
Die Theorie zur Praxis
Zur Ausbildung gehört auch fundiertes theoretisches Wissen. Aktuell befasst sich Lea mit Herkunft, Eigenschaften und dem Verwendungszweck von Eisen- und Nichteisenmetallen. Themen wie die Herstellung und Wiederverwertung von Papier oder das fachgerechte Recyceln von Bauschutt nach einem Hausabbruch hat sie bereits behandelt. Dieses breite Fachwissen, kombiniert mit praktischer Erfahrung, wird sie nach der dreijährigen Lehre zur gefragten Spezialistin machen. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig, etwa ein Bachelorstudium in Energie- und Umwelttechnik an einer Fachhochschule.
Einsatz mit Sinn
Lea ist im zweiten Lehrjahr. Besonders motiviert sie, sich jeden Abend sagen zu können, etwas Konkretes für eine nachhaltigere Welt getan zu haben. Das wiegt den Frust auf, wenn Abfall achtlos und falsch entsorgt wird: "So viel lässt sich wiederverwenden", sagt sie, “da kann man doch nicht einfach alles blind in den Kübel werfen.”
