Sterne & Weltraum

Unser Sonnensystem: Entstehung und Übersicht

Unser Sonnensystem

In Wirklichkeit ist die Sonne millionenfach grösser als die Planeten. Bild: Ralf Juergen Kraft/Shutterstock.com

Wir Menschen leben in Nachbarschaft zu anderen Menschen. Genauso ist unser Heimatplanet, die Erde, nicht allein im Universum. Unsere Nachbarn sind andere Planeten. Die Erde, unsere Nachbarplaneten und die Sonne bilden unser Sonnensystem.

Im Mittelalter glaubten die meisten Menschen noch, die Erde stehe im Zentrum des Sonnensystems und die Sonne kreise um sie herum – tatsächlich scheint die Sonne ja im Lauf eines Tages über unseren Himmel zu wandern. Dies nannte man das geozentrische Weltbild. Nach und nach setzte sich jedoch eine Erkenntnis durch, die gelehrte Leute schon mehr als 1000 Jahre vorher gehabt hatten (die aber wieder vergessen worden war): Dass nämlich die Sonne das Zentrum der Kreisbahn von unserer Erde und ihren Nachbarplaneten ist. Dieses sogenannte heliozentrische Weltbild wurde über die Jahrhunderte immer wieder angepasst und verfeinert, ist aber grundsätzlich heute noch gültig.

Es gibt im Weltraum ganz viele Sonnensysteme. Eigentlich heissen sie Planetensysteme, der Name Sonnensystem wird nur für unser Planetensystem gebraucht. Ein Planetensystem kann eine oder mehrere Sonnen haben. Die Anzahl der Planeten ist sehr unterschiedlich.

Die Sonne ...

In unserem Sonnensystem gibt es nur einen Stern, die Sonne. Ein Stern ist im Wesentlichen eine riesengrosse Gaswolke, die so heiss ist, dass sie leuchtet. Die Sonne ist damit sozusagen der Motor unseres Sonnensystems; sie spendet Licht und Wärme. Sie ist über eine Million Mal grösser als die Erde.

... und ihre Planeten, Kleinplaneten und Asteroiden

Neben der Erde gibt es sieben weitere Planeten und zahlreiche Kleinplaneten und andere Objekte, die um die Sonne kreisen. Planeten leuchten nicht von selbst; wir können sie jedoch am Himmel sehen, da sie das Licht eines Sterns (in unserem Sonnensystem das Licht der Sonne) reflektieren. Mit blossem Auge erkennen wir die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn am Nachthimmel. Sie haben ihre Namen aus der Antike, man kannte sie also schon vor 2000 Jahren. Es sind Namen von Göttern aus der römischen Mythologie.

Die Oberflächen der Planeten sind unterschiedlich. Es gibt felsige, wie die Erde, den Mars, die Venus und den Merkur. Dann gibt es Gasplaneten wie den Jupiter, den Saturn, den Uranus und den Neptun. Am imposantesten ist wohl der Saturn wegen seiner Ringe, die ihn umgeben. Sie bestehen aus Gas- und Eispartikeln, die um den Planeten herum kreisen. Mehr über die einzelnen Planeten erfährst du im Artikel Unser Sonnensystem: Planeten, Zwergplaneten, Asteroiden ...!

Alles kreist umeinander

Entstanden ist das Sonnensystem vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus einer Gaswolke. Aus einem Teil der Wolke wurde die Sonne, aus dem restlichen, verdichteten Gas, das um die Sonne herum wirbelte, die Planeten. Da schon die Wolke eine Drehbewegung hatte, drehen sich die Planeten nun auch in dieselbe Richtung.

Durch die Anziehungskraft der Sonne kreisen die Planeten auf einer ovalen Bahn um sie herum. Bei der Erde dauert eine Umkreisung ein Jahr. Der schnellste Planet ist der Merkur. Für eine Sonnen-Umkreisung braucht er nur 88 Tage. Der Uranus braucht dazu ganze 84 Jahre, Neptun sogar fast 165 Erdjahre!

Die Planeten drehen sich auch noch um sich selbst. Eine Drehung der Erde entspricht einem Tag. Der Jupiter dreht sich am schnellsten, ein Jupiter-Tag dauert nur zehn Stunden. Die Venus dreht sich in die andere Richtung um sich selbst und ist am langsamsten, ein Venus-Tag dauert 4 Monate.

Die Erde ist der einzige bewohnbare Planet in unserem Sonnensystem. Alle anderen Planeten sind entweder zu heiss oder zu kalt oder haben zu schlechte natürliche Voraussetzungen, als dass Leben auf ihnen entstehen kann.

Zuletzt geändert: 23.05.2022
Erstellt: 28.11.2012
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