Erde & Umwelt

Warum gibt es Wolken?

Bild: Leonid Tit - stock.adobe.com

Der Himmel ist nicht „leer“: Die Atmosphäre besteht aus zahllosen winzigen Gasteilchen, zum Beispiel Stickstoff, Sauerstoff und Wasserdampf. Ausserdem befinden sich in der Luft auch Teilchen fester Stoffe. Wenn die Feuchtigkeit gross genug ist, bilden sich am Himmel sichtbare Wolken aus kleinen Wassertröpfchen.

Wasser verdunstet …

Wasser verdunstet aus Seen, Flüssen und Ozeanen, und auch Pflanzen geben Wasser über ihre Blätter ab. Dabei verschwindet das Wasser aber nicht einfach, sondern schwebt nun in Form von Wasserdampf in der Luft. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sich in der Luft befinden.

… und kondensiert

Den umgekehrten Vorgang nennt man Kondensation: Wenn feuchte Luft sich abkühlt, kühlt sich auch der Wasserdampf ab, bis sich wieder kleine Tröpfchen bilden. Dies geschieht zuerst dort, wo es schon kleine Teilchen in der Luft hat, zum Beispiel Staub oder Russ. Der Wasserdampf lagert sich an diese Teilchen an; ohne sie würden keine Wolken entstehen.

Winzige Wassertröpfchen bilden Wolken

Wolken

Stell dir einen kleinen Würfel aus Wolkenluft vor. Er hat eine Kantenlänge von 1 cm. In diesem Würfel Wolkenluft wären zwischen 100 und 1000 winzige Wassertröpfchen enthalten. Bild: geoki – stock.adobe.com, adaptiert

Die kondensierten Tröpfchen sind winzig klein, sie haben nur einen Durchmesser von einem Tausendstel bis einem Hundertstel Millimeter. Da sie so leicht sind, hält der Wind sie in der Luft und sie fallen nicht gleich zur Erde. Wenn es sehr kalt ist, gefrieren sie zu Eiskristallen. Grössere Ansammlungen von solchen Tröpfchen oder Eiskristallen sehen wir als Wolken am Himmel. Sie können ganz unterschiedliche Formen haben, je nachdem, in welcher Höhe sie sich befinden, ob sie mehr Eiskristalle oder mehr Wassertropfen enthalten, und wie sie vom Wind bewegt werden.

Ein internationaler Wolken-Atlas

Es gibt eine internationale Abmachung, wie die verschiedenen Wolkenformen benannt werden. Man unterscheidet dabei auch drei „Stockwerke“ der Atmosphäre, wo sich bestimmte Wolken typischerweise befinden.

So verstehen Meteorologinnen und Meteorologen auf der ganzen Welt, von welchem Wolkentyp die Rede ist, wenn zum Beispiel eine Wetterprognose veröffentlicht wird. Die Beschreibungen sind in einem Wolken-Atlas festgehalten.

Illustration verschiedener Wolkentypen

Illustration der zehn verschiedenen, international gleich definierten Wolkentypen. Bild: Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz

Erstellt: 04.08.2026
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