Natur & Leben

Kombucha: Teamwork im Tee

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Ein Getränk mit leicht säuerlichem Geruch und ungewohntem, erfrischendem Geschmack: Kombucha, ein fermentierter kalter Tee, ist in den letzten Jahren zu einem Trend geworden. Du kannst dieses Getränk auch zuhause herstellen!

Kombucha ist ein fermentiertes Getränk: Das heisst, der hinzugefügte Zucker wird von Mikroorganismen (Bakterien und Hefen) abgebaut und in andere Stoffe umgewandelt, so dass das Getränk seinen speziellen Geschmack bekommt. In vielen Fällen entsteht bei der Fermentation Alkohol (auch Bier und Wein sind fermentierte Getränke). Beim Kombucha ist es allerdings so, dass die verschiedenen Mikroorganismen zusammenarbeiten und den Alkohol grösstenteils zu Säure weiter verarbeiten. Falls noch Reste an Alkohol enthalten sind, sollte das nicht mehr sein, als zum Beispiel in Fruchtsaft auch enthalten sein kann.

Daneben entstehen bei der Kombucha-Fermentation kleine Mengen Kohlendioxid. Fertiger Kombucha schmeckt also säuerlich und prickelt ein bisschen. Probier einfach aus, ob du ihn magst!

Es gilt (wie immer in der Küche): Wasche deine Hände gründlich, bevor du die Kombucha-Kultur anfasst. Verwende nur saubere, am besten ausgekochte Utensilien und Gefässe, damit sich neben der Kombucha-Kultur keine unerwünschten Organismen (z. B. Schimmelpilze) vermehren.

Benötigtes Material

  • 6–8 g loser Grün- oder Schwarztee (nicht aromatisiert und am besten in Bio-Qualität, sonst wächst die Kombucha-Kultur nicht so gut)
  • 1 Liter kochendes Wasser
  • 70 g Rohrzucker
  • Ein grosses Einmachglas (ca. 1.5–2 Liter)
  • Ein sauberes Tuch oder Küchenpapier und ein Gummiband
  • Eine Kombucha-Kultur, auch SCOBY genannt (das steht für Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast, also eine „symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen“)

Eine Kombucha-Kultur bekommst du z. B. online in manchen Tee- oder Kräuter-Shops. Bei sorgfältiger Pflege kannst du sie nach der ersten Fermentation jahrelang weiter verwenden. Da sie sich vermehrt, kannst du mit der Zeit auch all deinen Freunden eine Scheibe abgeben!

Scharf beobachtet

Mit steigendem Säuregehalt des Kombuchas ändert sich auch die Farbe des Tees. Die Kombucha-Kultur ist auf die „echte“ Teepflanze (Schwarz- oder Grüntee) spezialisiert, aber zwischendurch kannst du sie auch mit Früchtetee ansetzen. Hier haben wir Blue Chai verwendet, dessen Farbstoff besonders stark auf Säure reagiert. Du siehst den Farbunterschied zwischen vor und nach der Fermentation ganz deutlich.

Mehr über fermentierte Getränke und die Einzeller, denen wir sie verdanken, liest du hier:

Joghurt, Essig, Kombucha: Bakterien machen sich nützlich

Erstellt: 22.09.2026
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