Biotechnologie verwandelt das, was wir vom Leben (griechisch: Bios) lernen können, in nützliche Produkte. Seit Jahrtausenden wissen die Menschen, dass Hefe* Brotteig luftig aufgehen lässt und Gerstensaft zu Bier sowie Milch zu Käse fermentiert. Dass dahinter Mikroorganismen stecken, fand der französische Chemiker Louis Pasteur 1857 heraus. Er entdeckte auch, dass kurzes Erhitzen diese Keime abtötet – deshalb ist «pasteurisierte» Milch länger haltbar.
Biologische Organismen (Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien) bestehen aus Zellen. Diese funktionieren wie winzige chemische Fabriken: Sie bauen Stoffe (Moleküle) um, zerlegen sie oder setzen sie neu zusammen. Die Biotechnologie kombiniert ein immer genaueres Verständnis solcher Vorgänge mit modernen Ingenieurwissenschaften. So entstehen unzählige innovative und oft umweltfreundlichere Produkte.
* Hefe – ein winziger Pilz – mag Zucker. Beim Verdauen zerlegt sie ihn in seine Bestandteile. Dabei entstehen gasförmiges Kohlendioxid – daher die Blasen im Teig und im Bier und die Löcher im Käse – und Alkohol.













