Technik & Materialien

Nano im Alltag

Der Zusatz von Kohlenstoff-Nanoröhrchen macht Velorahmen federleicht und trotzdem robust. Bild: Adobe Stock

Für unsere Augen unsichtbar stecken Nanopartikel in vielen Dingen, die wir täglich benutzen. Sei es in Lebensmitteln, in der Elektronik oder in Textilien.

Ein ganzes Leben lang

Solange Nanoteilchen fest in ein anderes Material eingebunden sind, gelten sie als ungefährlich. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Beim Herstellen liegen sie oft noch in loser Form vor. Auch beim Gebrauch können sie freigesetzt werden: Etwa, wenn die Waschmaschine das Nanosilber aus dem Turnleibchen ins Abwasser spült. Oder wenn Sonne und Regen das Titandioxid aus der Fassadenfarbe lösen und es im Boden versickert. Auch am Ende ihrer Lebensspanne, wenn Nanoprodukte auf der Müllhalde landen und verbrannt werden, können die in ihnen enthaltenen Kleinstteilchen in die Umwelt entweichen.

Lebenszyklusanalysen

Um besser zu verstehen, wann und in welchen Mengen Nanoteilchen im Lauf ihrer Karriere freigesetzt werden – also von der Herstellung über die Nutzung bis hin zum Recycling und zur Entsorgung – machen Forschende sogenannte Lebenszyklusanalysen von Produkten, die Nanoteilchen enthalten. Damit kann man herausfinden, wie umweltfreundlich oder -schädlich sie tatsächlich sind – und wo man sie verbessern kann.

Erstellt: 17.11.2025
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