Erde & Umwelt

Woher kommt der Regen?

Bild: ka21 - stock.adobe.com

Ohne Wolken kein Regen – aber nicht aus jeder Wolke regnet es!

Die Schweiz liegt zwar nicht am Meer, aber auf unser Klima hat der Atlantische Ozean einen grossen Einfluss. Denn aus dem Meer verdunstet ständig Wasser, die feuchte Luft kühlt sich in der Höhe ab und es bilden sich Wolken: Das heisst, der Wasserdampf in der Luft kondensiert zu kleinen Tröpfchen. Bei Westwind gelangen diese feuchten Luftmassen und die Wolken vom Atlantik her in die Schweiz.

Vom winzigen Eiskristall zum Regentropfen

Die Luft weit oben in der Atmosphäre ist so kalt, dass ein Teil der Wassertröpfchen sofort zu Eiskristallen gefriert. Sie wachsen zusammen, bilden Schneeflocken und werden grösser und schwerer, so dass sie zur Erde fallen. Allerdings kommen sie nur im Winter auch als Schnee auf dem Boden an. Meist sind die unteren Luftschichten so warm, dass die Eiskristalle wieder schmelzen und zu Regentropfen werden.

Grau – die Farbe des Regenwetters

Collage aus Landschaft mit Nimbostratus und mit Cumulonimbus

Typische Regenwolke (Nimbostratus, links) und Gewitterwolke (Cumulonimbus, rechts). Bilder: Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0 und David Kratschmann/Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0

Die typische Regenwolke bei uns ist der Nimbostratus. Sie verdeckt als dicke, graue Schicht die Sonne und kann für stunden- oder tagelange Regenfälle oder Schnee in der ganzen Region sorgen.

Hauptsächlich im Sommer entstehen die weiss-grauen, hoch aufgetürmten Gewitterwolken (Cumulonimbus). Begleitet von starkem Wind, Blitz und Donner bringen sie heftige Regenschauer oder Hagel. Ein Gewitter dauert in der Regel nur kurz, und es ist lokal begrenzt. Das heisst, dass es schon in wenigen Kilometern Entfernung völlig trocken bleiben kann.

Über das Jahr gesehen fallen in fast allen Regionen der Schweiz regelmässig Niederschläge. Wir haben also selten unter Wassermangel zu leiden. In den letzten Jahrzehnten sind allerdings sehr heisse, trockene Perioden im Sommer häufiger geworden. Gleichzeitig erwarten die Klimaforscherinnen und -forscher, dass es in Zukunft vielleicht weniger, aber dafür heftigere Regenfälle geben wird. Sowohl Trockenheit als auch Starkregen (mit Überschwemmungen und Erdrutschen) bringen Probleme mit sich.

Luftfeuchtigkeit und wie man sie misst

Ein Messgerät zur Bestimmung des Wasserdampf-Gehalts in der Luft nennt man Hygrometer (von altgriechisch hygros = feucht). Es gibt die Luftfeuchtigkeit in % an. Bei 100% Luftfeuchtigkeit ist die Luft „gesättigt“. Wenn man noch mehr Wasserdampf hinzufügt (oder die gesättigte Luft abkühlt), bilden sich Wolken aus Wassertröpfchen.

Die Luftfeuchtigkeit gibt uns Informationen, die dabei helfen, Wetterprognosen zu machen. Viele Wetterstationen geben sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit an, entweder digital oder mit einem Zeiger.

Zwei Hygrometer mit zusätzlicher Temperatur-Anzeige. Bilder: MichaelJBerlin - stock.adobe.com, yo camon - stock.adobe.com

Zuletzt geändert: 23.06.2026
Erstellt: 23.06.2026
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